Das Redfield-Verhältnis ist das in der Natur gemessene Verhältnis zwischen u.a. Nitrat und Phosphat. Dieses großflächig gemittelte Verhältnis sagt jedoch nichts über die optimalen Nitrat- und Phosphatwerte im Hobbyaquarium aus. Ein abweichendes Verhältnis kann durch gezielte Zugabe von Nitrat- bzw. Phosphatsalzen angepasst werden, jedoch bringt dieser Eingriff in den meisten Fällen nichts. Solange die empfohlenen minimalen und maximalen Konzentrationen nicht unter- bzw. überschritten werden kann von optimalen Verhältnisse ausgegangen werden.

Zum Artikel: KORALLE_91_Redfield-Verhältnis.pdf

Ramsch, B. & Sellner, B. 2015: Redfield-Verhältnis - eine Zauberformel für das Aquarium? Koralle 91, 16 (1): 52-62.


Die Entwicklung eines neue Gerätes für die Aquaristik ist mit vielen Schwierigkeiten im Bereich Theorie (hier: Chemie und Physik), Materialtechnik und praktische Anforderungen verknüpft. Besondere Herausforderung ist das sogenannte Upscaling, bei dem kleine Hobbygeräte für den größeren Maßstab konstruiert werden. Dabei können einige unvorhergesehene Probleme auftreten.

Calcium ist eins der wichtigen Mineralien im Meerwasser. Der Verbrauch dieses Erdalkalimetalls - chemische Abkürzung Ca - kann in verschiedenen Aquarien derart unterschiedlich sein, dass eine regelmäßige Überprüfung und Korrektur unerlässlich ist. Für die Aquaristik wurden drei Methoden entwickelt, um die Calciumversorgung zu gewährleisten. Alle drei Methoden funktionieren, haben alle ihre Vor- und Nachteile und können beliebig miteinander kombiniert werden. 

Die Karbonathärte - abgekürzt KH - ist einer der wichtigsten Parameter im Meerwasseraquarium. Der Aquarianer muss diesen Wert regelmäßig messen, weil in einem gut funktionierendem marinen Biotop der Bedarf enorm ist. Die Karbonathärte kann innerhalb eines Tages um 5-10 Grad (abgekürzt °) fallen.

Meerwasser ist sowohl chemisch als auch physikalisch einer der kompliziertesten Lösungen, die die Natur bereitstellt. Die Vielzahl von anorganischen und organischen Substanzen und die hohe Konstanz der Stoff im Laufe der Evolution hat eine atemberaubende Vielzahl von verschiedenen Organismen erzeugt. Der Aquarianer hat nun die Aufgabe, in seinem Becken dieses Meerwasser bereit zu stellen.


Der Kohlenstoff ist neben Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff eines der wichtigsten Elemente für das Leben auf der Erde. Sein chemisches Zeichen C kürzt die lateinische Bezeichnung "Carboneum" ab. Im Englischen stimmt das C mit dem Wort "carbon" überein.
Auf der Erde kommt Kohlenstoff in vielen Arten vor. In freier Form kennt man Kohlenstoff als Grafit und Diamant. Chemisch gesehen sind die beiden Mineralien identisch; lediglich die Struktur differiert. In gebundener Form unterscheidet man anorganische und organische Kohlenstoffverbindungen. Zu den anorganischen C-Verbindungen zählen die Kohlensäure mit ihren Salzen, die Oxide des Kohlenstoffs und einige andere für dieses Thema unwichtige Verbindungen. In der organischen Chemie wird die Vielzahl von Verbindungen des Kohlenstoffs mit den Elementen Sauerstoff (O), Wasserstoff (H), Stickstoff (N), Schwefel (S) und Phosphor (P) behandelt. Andere Elemente werden in der lebenden Materie nur in geringen Mengen benötigt; sie werden meist in Komplexe (salzähnliche Struktur) eingebaut.

Stickstoff (chemisches Kurzzeichen N), ein wichtiges Element der Natur, ist für jedes Lebewesen - ob Tier, Pflanze oder Bakterium - lebensnotwendig. In natürlichen aquatischen Biotopen ist Stickstoff oft ein Mangelfaktor, so dass verschiedene Strategien entwickelt wurden, um an das wichtige Element zu gelangen. Im Aquarium dagegen ist es oft der Fall, dass Stickstoff in Hülle und Fülle vorliegt und die Hälterungsbedingungen verschlechtert (Algenplage, Unwohlsein der Fische).