Der letzte Teil dieser Trilogie befasst sich mit dem Stoffwechselendprodukt der Nitrifikation - dem Nitrat. Hohe und sehr hohe Konzentrationen führen zwar nicht zu Vergiftungserscheinungen, jedoch können starkes Wachstum von Schmieralgen und Grünalgen auftreten. Gegen erhöhte Nitratkonzentrationen helfen verschiedene Techniken - die wohl bekanntesten sind die Denitrifikationsfilter. 

Zum Artikel: KORALLE_56_nitrat.pdf

Sellner, B.R.  & Ramsch, B. 2009: Stickstofftrilogie: Nitratentfernung - eine Übersicht. Koralle 56, 10 (2): 60-66.

 

Nitrit ist ein potentiell giftiges Zwischenprodukt der Nitrifikation. Aufgrund des hohen pH-Wertes im Meerwasserbereich sind jedoch hohe Konzentrationen bis 10 mg/l noch vertretbar. Im Süßwasserbereich - insbesondere bei sehr sauren Gewässern - jedoch kann eine Nitritvergiftung schnell auftreten. Gründe für eine erhöhte Nitritkonzentration ist immer eine nicht oder nur teilweise funktionierende Filtertechnik. Deshalb sind erhöhte Nitritkonzentrationen immer ein Zeichen zum handeln.

Zum Artikel: KORALLE_55_nitrit.pdf

Sellner, B.R. & Ramsch, B. 2009: Stickstofftrilogie: Nitrit - ein giftiges Zwischenprodukt. Koralle 55, 10 (1): 64-68.

 

Der Stickstoffkreislauf ist einer der wichtigsten mikrobiologischen Prozessketten, die im Aquarium ablaufen, um den Fischen und anderen Tiere das Überleben zu sichern. Im ersten Teil liegt der Hauptaugenmerk auf dem wohl wichtigste Stoffwechselprodukt - das gifte Ammoniak, dass in einem Gleichgewicht mit dem ungiftigen Ammonium steht. Diese Gleichgewicht ist ausschlaggebend für die Giftigkeit der im Aquarium befindlichen Summe Ammonium + Ammoniak.

Zum Artikel: Koralle_54_ammoniak.pdf

Sellner, B.R., Ramsch, B. 2008: Stickstofftrilogie: Ammoniak - ein starkes Fischgift. Koralle 54, 9 (6): 58-64.


Les algues visqueuses sont une horreur pour l'aquariophile d'eau de mer. Particulièrement celles de coloration rouge sombre - également appelées "peste rouge" par de nombreux aquariophiles - elles peuvent apparaître et se multiplier de manière rasante et étouffer des invertébrés sessiles sensibles. Les observations ici rapportées sont apparues de manière plutôt involontaire dans l'un de nos aquariums de recherche.


Schmieralgen sind dem Meerwasseraquarianer ein Graus. Besonders die stark rot gefärbten - bei vielen Aquarianern auch als „rote Pest“ bezeichnet - können rasant schnell auftreten und sich vermehren und empfindliche Niedere Tiere ersticken. Die hier vorgestellten Beobachtungen entstanden eher unfreiwillig in einem unserer Versuchsaquarien.

Der erste Teil meiner gleichnamigen Ausführung bezog sich, angesichts der großen Vielfalt der Bakterienarten und der unermesslichen Individuenzahl, die auch in den Süß- und Meerwasseraquarien relevant sind, hauptsächlich auf die allgemeine morphologische Gestalt, die Vermehrung, diverse Wachstumstrategien und Ernährungstypen sowie einige biologische Stoffwechselaktivitäten (Sellner 1996). Was unter dem biologischen Stoffwechselprozess der Ammoniumelimination verstanden wird und welche Möglichkeiten wir haben, diesen speziellen Vorgang in unseren Aquariensystemen gezielt einzusetzen oder zu unterstützen, soll in diesem Artikel näher dargestellt werden.

Bakterien! Angst und Zweifel an deren Nutzen befällt uns, wenn wir an diese Organismengruppe denken. Mit Recht, wenn wir Bakterienarten meinen, deren pathogene (krankheitserregende) Wirkung nachgewiesen ist und die sowohl den Menschen als auch den Tieren das Leben zur Qual machen können. Die meisten Bakteriengattungen sind jedoch von harmloser Natur und dienen höher entwickelten Organismen als Nahrung, wie beispielsweise den Rotatorien (Rädertierchen), Ciliaten (Wimperntierchen), Flagellaten (Geißeltierchen), Nematoden (Fadenwürmern), etc.. Ebenso gibt es Bakterien, die so wichtige Aufgaben erfüllen, dass ohne sie das Ökosystem Erde nicht - jedenfalls in der uns bekannten Form - existieren würde. Dieser Artikel gibt eine kleine Einführung über den allgemeinen Aufbau von Bakterien und erklärt die wichtigsten Funktionen, die sie in aquatischen Systemen - also auch im Aquarium - übernehmen.

 

Ammonia oxidation of Nitrosomonas is the first step of nirification. Interesting dependency of oxidation rate on temperatur and pH value, that influence the availability of the substrate ammonia, are shown.

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Groeneweg, J., Sellner, B. & Tappe, W. 1994: Ammonia Oxidation in Nitrosomonas at NH3 Concentrations near Km: Effects of pH and Temperature. Wat. Res. 12: 2561 - 2566.