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Aufzuchtinfos über die Mikroalgen Phaeodactylum tricornutum
 
Fotoserie
Steckbrief



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Phaeodactylum tricornutum (Phasenkontrast)



Phaeodactylum tricornutum (Phasenkontrast)


Phaeodactylum tricornutum (Phasenkontrast) Teilungsablauf von links nach rechts:
1. ganze Zelle; 2. Zelle mit geteiltem Protoplasma; 3. zwei Tochterzellen zusammenhängend; 4. zwei Tochterzellen fast getrennt.


Phaeodactylum tricornutum hoher Dichte im 22 Liter Algenreaktor


Steckbrief

Stand

10.2010

Art

Phaeodactylum tricornutum

Klasse

Bacillariophyceae (Diatomeen, Kieselalgen)

Allgemeine Beschreibung

pennate Kieselalge

Größe

25 µm lang, 2,5 breit; sehr einheitliche Größe: z.B. 25,02 +/- 1,02 (n=19)

Inhaltsstoffe

Lipide (Angaben in % des Gesamtlipidgehaltes): 
C16:1 29,2% (Yongmanitchal & Ward 1992a)
C16:0 14,5% (Yongmanitchal & Ward 1992a)
C16:4 8,3% (Yongmanitchal & Ward 1992a)
C14:0 5,6% (Yongmanitchal & Ward 1992a)
C20:5 EPA 25,2%  (Yongmanitchal & Ward 1992a), 35,0-35,2% (Yongmanitchal & Ward 1992b), 40% (Archer 2004); 2,2% der Trockenmasse (Garcia 2000); 27-30% bzw. 2.6-3,1% der Trockenmasse (Sanchez et al. 2003)
C22:6 DHA 14.1% (Archer 2004)

Farbe der Kultur

braun

Kultivierungsaufwand

gering

Kultivierungseigenschaften

leicht zu kultivieren; überwächst schnell andere Kulturen; dichte Kulturen neigen zum Schäumen;
Kupfertoxizität: 0,1 mg/l verursacht 50% Wachstumsreduzierung; 1 mg/l verursacht 100% Reduzierung (Cid et al. 1995);
sehr tolerant gegenüber Eisenmangel: P. dactylum wird erst bei 10-30 pM Fe (nicht cheliert) inhibiert ähnlich wie Thalassiosira oceanica und Pseudonitzschia spp, im Gegensatz zu Thalassiosira pseudonan (benötigt 50mal mehr) (Allen et al. 2008);
wächst mit Zugabe von 0,1 M Glycerin schneller, jedoch ohne den EPA-Anteil zu steigern (Garcia 2000)

Kultivierung möglich in

Algenaquarium
Algenröhre
Algenreaktor

Beleuchtung

Leuchtstofflampen, Energiesparlampen, Tageslicht, unterschiedliche Spektren möglich
Tag / Nacht von 10:2 h ... 12:12 h
Bei Starklicht werden Schutzpigmente des DT-Zyklus (Diadinoxanthin/Diatoxanthin), des VAZ-Zyklus (Violaxanthin/Antheraxanthin/Zeaxanthin) und des CE-Zyklus (ß-Cryptoxanthin/ß-Cryptoxanthin-Epoxid) gebildet (Lohr 2000);

Belüftung / Umwälzung

wenig ... sehr stark
extrem robust gegenüber Scherkräften

CO2-Düngung

möglich (bestes Wachstum) aber nicht nötig (geringer Aufwand)

pH-Wert-Bereich

7,5 ... 8,5

Temperaturbereich

eher kühler

Salzkonzentration

AquaCare kultiviert bei 35/1000, weniger aber auch möglich (Brackwasserart)

Mediumart und Konzentration

Algenmedium (7:1): 1 ... 100fach

Sicherungskultur

Fensterbankkultur: alle paar Monate mit frischem Medium verdünnen (teilen), täglich einmal schütteln;
Schüttlerkultur: alle paar Monate mit frischem Medium verdünnen (teilen);
Kühlschrankkultur: sehr vorsichtig wieder "erwecken": mind. 24 Stunden Temperatur bei gedämpften Licht angleichen; danach sehr vorsichtig mit Medium verdünnen

geeignet für die Fütterung von 

Brachionus plicatilis L-type,
Artemia "salina"

 

Kategorie: Planktonzucht