Aufzuchtinfos über die Mikroalgen Nannochloropsis salina
 
Fotoserie
Steckbrief



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Nannochloropsis salina (Hellfeld)


Nannochloropsis salina (Phasenkontrast)


Steckbrief

08.2010
Nannochloropsis salina
Eustigmatophyceae
grüne, kugelige bis leicht ovale Mikroalge
2-5 µm, Breite 70-100% der Länge
Fettsäuren: EPA und AA; Anteil EPA bis 40% der Fettsäuren (Zvi Cohen 1999) sehr abhängig von den Kulturbedingungen; keine DHA; max. HUFA-Konzentration bei ca. 25°C bei anderen Autoren bei 8...16°C (Zvi Cohen 1999); optimale Stickstoffversorgung erhöht HUFA-Anteil (Zvi Cohen 1999); Anteil AA = 9,5%, EPA = 25,8% und DHA = 4,18% (Chakraborty et al. 2007);
Pigmente: Chlorophyll a aber weder Chlorophyll b oder c, (Zvi Cohen 1999);
ß-Carotin, Violaxanthin, Zeaxanthin + Anthraxanthin (bei starker Beleuchtung) (Zvi Cohen 1999);
Zucker: Glucose, Fucose, Galactose, Manose, Rhamnose, Ribose, Xylose, aber keine Arabinose; (Zvi Cohen 1999)
Aminosäure: wenig Methionin, Trpytophan, Cystin, Histidin, Hyroxylprolin, aber hohe Konzentrationen an Aspartat, Glutamat, Prolin (Zvi Cohen 1999);
grün-gelblich; bei N-P-Mangel gelb bis orange
gering
wächst schnell und kann leicht andere Algenkulturen überwuchern;
sedimentiert kaum;
relative Verträglichkeit gegenüber Pflanzenschutzmittel DCMU (Zvi Cohen 1999);
Algenaquarium
Algenröhre
Algenreaktor
Leuchtstofflampen, Energiesparlampen, Tageslicht, unterschiedliche Spektren möglich
Tag / Nacht von 10:2 h ... 12:12 h;
Bei Starklicht werden Schutzpigmente des VAZ-Zyklus (Violaxanthin/Antheraxanthin/Zeaxanthin) nicht jedoch die des DT-Zyklus (Diadinoxanthin/Diatoxanthin) gebildet (Lohr 2000);
wenig ... stark
extrem robust gegenüber Scherkräften
möglich (bestes Wachstum) aber nicht nötig (geringer Aufwand)
7,5 ... 8,5
20 ... 25°C; 
unter 10°C und über 38°C kein Wachstum (Zvi Cohen 1999)
AquaCare kultiviert bei 35/1000
Algenmedium (14:1): 1 ... 100fach; 
für die "normale" Zucht ist 10fach-Medium optimal.
Fensterbankkultur: kühl lagern, alle paar Monate mit frischem 10fach-Medium verdünnen (teilen), täglich einmal schütteln;
Schüttlerkultur: alle paar Monate mit frischem 10fach-Medium verdünnen (teilen);
Kühlschrankkultur: sehr vorsichtig wieder "erwecken": mind. 24 Stunden Temperatur bei gedämpften Licht angleichen; danach sehr vorsichtig mit Medium verdünnen (Algenmedium 1fach)
Artemia spec., alle Stadien von Nauplius bis zum Adultus
Brachionus spec. SS- bis L-type
Sollte immer nur in Kombination mit anderen Futteralgen verwendet werden. Ansonsten können Mangelerscheinungen auftreten.