Ultra- und Mikrofiltrationsanlage mit Hohlfaser- oder Tubularmodulen


Ultrafiltrationsanlage der Leistung 25 m3/h mit CIP zur Aufbereitung von Filterspülwasser

Einsatzgebiete
Funktion der Anlage

Lieferumfang
Technische Daten


Einsatzgebiete

Mikro- und Ultrafiltration wird in sehr vielen, sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. In der Milchwirtschaft wird Rohmilch mittels Ultrafiltration entfettet. Feinste Partikel werden aus Fruchtsäften oder Weinen gefiltert, um kristallklare Produkte zu erzeugen. In der metallverarbeitenden Industrie wird Mikrofiltration unter anderem zur Standzeitverlängerung von Tauchbädern verwendet. Öl-Wasser-Emulsionen können aufkonzentriert werden. In der Pharmazie werden Impfstoffe, Enzyme und Antibiotika mittels Membrantechnik gereinigt.

Europas größtes Schauaquarium „Afrykarium“ in Wrocław (Breslau), Polen, hat nun mit einer Mikrofiltrationsanlage den Wasserverbrauch der Süßwasserkreisläufe erheblich reduziert. Das Spülwasser der Sandfilter wird in einem Sedimenttank gesammelt. Der größte Anteil der Verschmutzungen sedimentiert und wird regelmäßig abgepumpt. Der erheblich saubere Überstand wird zur Mikrofiltrationsanlage gefördert. Die Mikrofiltration filtert das Wasser bis auf ca. 0,2 µm (200 nm) Partikelgröße. So ist gewährleistet, dass Partikel, Ciliaten, Bakterien und große Viren nicht mehr im Filtrat vorhanden sind. Das Wasser kann wieder für Filterspülprozesse verwendet werden, ohne dass sich eventuell vorhandene Krankheitserreger von einem Aquariumsystem zum anderen ausbreiten können.

Im Hobbybereich kann eine Mikro- bzw. Ultrafiltration für den Zuchtbereich eine große Hilfe darstellen. Kleine Larven sind sehr empfindlich gegenüber schwankenden und schlechten Wasserbedingungen. Um eine Anreicherung mit Stickstoffverbindungen (Ammoniak, Nitrit, Nitrat) und Phosphat zu vermeiden und die Bakterienkonzentration zu minimieren, werden im Normalfall täglich große Teilwasserwechsel durchgeführt. Das ist mit viel Arbeit verbunden und birgt Risiken. Das Wechselwasser muss in punkto Temperatur, pH-Wert, Salz- und Sauerstoffkonzentration genau mit dem Aufzuchtwasser übereinstimmen. Andernfalls sind hohe Sterblichkeiten bei den Nachzuchttieren zu erwarten.

Alternativ zur Wasserwechselmethode kann mit einer Mikrofiltration gearbeitet werden. Dazu wird Wasser aus einem eingefahrenen Aquarium über eine Mikrofiltration geführt. Das gereinigte Wasser weist chemisch die gleichen Bedingungen auf wie das Ursprungswasser, ist jedoch von Protozoen, Bakterien und große Viren befreit. Dieses Wasser kann kontinuierlich dem Larvenaufzuchtbecken zugeführt werden – das Abwasser aus dem Larvensystem kann wieder der Filtration des Hauptaquariums zugeführt werden. Mit diesem System kann eine konstante Wasserqualität mit niedrigen Ammoniakwerten den Larven geboten werden.


Funktion der Anlage:
Die Mikrofiltration ist eine sehr feine Filtrierung. Alle Partikel (sogar größere Kolloide) über 0,1 µm - also auch Bakterien und große Viren - werden zurückgehalten und mit dem Abwasserstrom abgeführt. Im Gegensatz zur Umkehrosmosetechnik (10-25% ohne Stabilisierung) liegt die Ausbeute der Mikrofiltration im Cross-Flow-Betrieb bei über 95%. Für viele Anwendungen können diese Filtrationsanlagen auch im Dead-End-Modus betrieben werden, d.h. es wird so lange Wasser ohne Abwasser filtriert, bis ein bestimmter Verschmutzungsgrad der Membranen erreicht ist. Dann wird mit filtriertem Wasser das Modul zurückgespült, um die Ablagerungen abzuspülen. Ein erneuter Filtrierzyklus kann beginnen.

Lieferumfang:
  • Mikro- bzw. Ultrafiltrationsanlage fertig montiert auf einem stabilen Aluminium-Profilgestell
  • Vorfiltergehäuse zum Entfernen der gröbsten Partikel
  • Hohlfasermodule oder Tubularmodule (je nach Anwendung)
  • Kreiselpumpe aus Kunststoff zum Rückspülen bzw. zum Betrieb der Anlage
  • CIP (Clean In Place) zum Lagern des Spülwassers bzw. als Tank für eine chemische Reinigung der Module
  • SPS mit Visualisierung (auf Wunsch mit Remote-Control)

Technische Daten:

Leistung mit Süß- oder Meerwasser ab ca. 8 m3/h
Vorfiltration typisch 100 µm
Betriebsweise Cross-Flow oder Dead-End
Ausbeute 95 bis >99%
Membrantyp Hohlfasermodul oder Tubularmodul
Membranmaterial modifiziertes PVC oder PVDF mit PE-layer
Modulgröße 1,2 bis 1,8 m
MW Cut Off 2 bis 100 kD
Gehäusematerial PP