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Inhalt: Vorteile des AquaCare Meersalzes Verwendung von natürlichem Meerwasser Ansetzen von künstlichem Meerwasser Die Salinität ist zu kontrollieren! |
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Inhalt |
ausreichend für |
Gebinde |
Bestellnummer |
4 kg |
110 bis 130 Liter |
PE-Beutel |
550-004 |
10 kg |
280 bis 330 Liter |
PE-Beutel |
550-010 |
20 kg |
560 bis 660 Liter |
PP-Eimer |
551-020 |
| 25 kg | 690 bis 800 Liter | PE-Sack | 550-025 |
Meerwasser besteht aus einer Vielzahl von Elementen und Verbindungen, deren Verhältnis zueinander fast überall auf der Welt annähernd konstant ist (siehe Zusammensetzung). Nur die absolute Konzentration unterscheidet sich von Region zu Region. Die Salinität - ein Maß für den Salzgehalt - schwankt zwischen 39 (Rotes Meer) und sinkt in Brackwassergebieten (z.B. Ostsee) bis auf 0 ab. Im Durchschnitt weisen die Meere an der Oberfläche eine Salinität von 34,6 (Pazifik), 34,8 (Indischer Ozean) und 34,9 (Atlantik) auf.
Natürliches Meerwasser ist auf den ersten Blick die beste Lösung, den Aquarientieren eine optimale Wasserqualität zu bieten. Doch nur für die wenigsten Aquarianer ist natürliches Meerwasser erreichbar. Außerdem hat die Qualität des Küstenwassers sehr stark nachgelassen. Selbst Großaquarien, die früher mit großem Aufwand natürliches Meerwasser mit Tankwagen angeliefert bekamen, benutzen nun künstliches Meerwasser.
Beim Ansetzen von künstlichem Meerwasser müssen einige Faktoren beachtet werden, damit die Aquarientiere keine Schädigungen erleiden. Gutes künstliches Meersalz löst sich schnell in warmen (15-20°C) Wasser auf. Weiße Niederschläge, die sich beim zu kaltem oder zu kohlensäurearmen Wasser bilden können, müssen nach einigen Stunden Belüftung restlos verschwunden sein. Meerwasser sollte immer in einem Glas- oder innertem Kunststoffbehälter (Polyethylen PE, Polypropylen PP, Polyacryl PA oder Polystyrol PS) angesetzt werden. Auf keinem Fall darf ein metallhaltiger Behälter benutzt werden, da Meerwasser sehr aggressiv ist und Metall anlösen kann. Das vorgewärmte Wasser, das zum Auffüllen benutzt wird, sollte salzarm sein, vorzugsweise Umkehrosmosewasser oder vollentsalztes Wasser (Ionenaustauscher). Wird Leitungswasser verwendet, kann es passieren, dass zu viele Düngestoffe (Nitrat, Phosphat, Kieselsäure) mit in das Meerwasser gelangen und das Schmieralgenwachstum im Aquarium fördern. Außerdem wird die Zusammensetzung des Meerwassers durch die Leitungswasserinhaltsstoffe verändert. Für höchste Qualität (für empfindliche niedere Tiere und Fische) sollte aufbereitetes Wasser verwendet werden.
Bei 35 Salinität hat Meerwasser eine Dichte von 1,0245 kg/l, ein spezifisches Gewicht von 1,0301 kg/kg (20°C), einen Brechungsindex von 1,3393 und eine elektrische Leitfähigkeit von 47,5 mS/cm (bei 20°C) bzw. 53,9 mS/cm (bei 25°C). Allen Angaben ist gemein, dass sie nur für die natürliche Zusammensetzung des Meerwassers gelten. Bei minderwertigem Meersalz können die Angaben abweichen. Zur Bestimmung der Leitfähigkeit muss erwähnt werden, dass Geräte mit Zweielektrodentechnik und Zellkonstanten von kleiner 5/cm bei Meerwasser ca. 2-3 mS/cm zu wenig anzeigen können.
Durch die meist starke Beleuchtung verdunstet im Meerwasseraquarium viel Wasser, die Salze des Meerwassers bleiben zurück. Zum Nachfüllen muss auf jeden Fall salzarmes Wasser verwendet werden (s.o.), um den Salzgehalt im Meerwasser konstant zu halten. Das Nachfüllwasser sollte täglich in das Becken gegeben werden, um den Tieren den osmotischen Schock zu ersparen - automatische Nachfülleinrichtungen (mechanisch oder elektronisch) nehmen diese Arbeit ab. Die Salinität des Meerwassers im Becken ist zumindest einmal in der Woche zu kontrollieren.
Ein Wasserwechsel ist nach unseren Erfahrung notwendig. Er sollte auch bei robusten Tieren nicht unter 1% pro Monat liegen. Bei empfindlicheren Tieren oder hohen Belastungen (viele Tiere, starke Fütterung) empfehlen wir bis maximal 25% pro Monate. Eine höhere Rate ist nicht sinnvoll - da die Kosten ansonsten zu hoch werden. In diesem Fall sollte die Technik verbessert werden: größere Abschäumer, Denitrifikationsfilter.
Für den Wasserwechsel gilt das Gleiche wie in den beiden Absätzen zuvor.
Trotz hoher Meerwassersalzqualität können einige Stoffe schneller im Becken verbraucht sein als mit dem Wasserwechsel nachgeführt werden können. Insbesondere der gelöste Kalkgehalt darf in einem Meerwasseraquarium nicht zu niedrig liegen, da sonst der pH-Wert im Laufe des Tages zu stark schwankt. Die Karbonathärte, eine Komponente des gelösten Kalks, sollte nie unter 7°dH sinken. Calcium - die andere Komponente - sollte nie unter 400 mg/l fallen, damit eine gute Versorgung der kalkbedürftigen Tiere wie Riesenmuscheln, Steinkorallen, Kalkalgen, Kalkröhrenwürmern gewährleistet ist. Zur Erhöhung des gelösten Kalkgehaltes können die AquaCare Pflege-Lösungen V1 + V2 in Kombination mit dem AquaCare Mineraliensalz, Kalkwasser oder ein Kalkreaktor verwendet werden.
Auch können Spurenelemente, Jod und Strontium in einem gut eingefahrenen Riffbecken leicht zum Mangelfaktor werden. Informationen hierüber entnehmen Sie bitte den Seiten mit den "Pflegelösungen".