Set zur sicheren und schnellen Bekämpfung von lästigen Glasrosen, Anemonen
und anderen Niederen Tieren

Glasrosen-Ex: ein Set bestehend aus Mischbehälter,
Spritze mit großer Kanüle,
Calciumhydroxidpulver, Anleitung
Bestellnummer: EX-001
Niedere Tiere, die einzeln oder in kleinen Gruppen willkommen sind, können
bei explosionsartiger Vermehrung zur Plage werden, die andere, empfindlichere
Tiere vernesseln oder verdrängen. Von Aquarium zu Aquarium können die
Invasoren unterschiedlich angreifen. Die bekanntesten sind Glasrosen (Aiptasia),
Anemonen (Anemonia cf. ma(n)jano), blaue Schwämme (Collospongia
auris), Krustenanemonen (z.B. Zoanthus spec.) und
Scheibenanemonen (z.B. Discosoma spec., Rhodactis spec.). Allen Tieren ist
gemein, dass sie in einigen
Aquarien nie zur Plage werden, in anderen Aquarien jedoch in kurzer Zeit eine
Monokultur aufbauen können.
Wichtig ist, dass nicht erst eingegriffen wird, wenn das halbe Aquarium
überwuchert ist. Die Bekämpfung gestaltet sich dann als langwierig und
kompliziert - und, wenn zu schnell vorgegangen wird, als Bedrohung für alles
Leben im Aquarium.
- Mechanisch können einige Tiere mit Rasierklingen abgeschabt oder mit
Pinzetten abgezupft werden. Jedoch lösen sich meist bei der mechanischen
Bekämpfung kleinste Teile der Tiere ab, verbreiten sich und bilden neue
Kolonien.
- Auch können bestimmte Tiere, die die Invasoren fressen, eingesetzt
werden. Doch einige hartgesottene Invasoren werden nur durch hungernde Tiere
gefressen. Dieser Weg ist meist nicht ratsam. Prophylaktisch können jedoch
einige Tiere sehr gute Dienste erfüllen. Zum Beispiel wird es in einem
Aquarium mit Zwergkaiserfischen (Centropyge spec.) zu keiner
Vermehrung von Glasrosen kommen.
- Das Einspritzen von Salzsäure in das zu bekämpfende Tier ist eine
chemische Möglichkeit. Dabei muss jedoch sehr auf den pH-Wert des
Aquariumwasser geachtet werden. Diese Methode sollte nur in gut gepuffertem
(hohe Karbonathärte) Wasser vorgenommen werden. Sobald der pH-Wert beginnt
abzusinken, muss aufgehört und einige Tage später weiter behandelt werden.
Diese Methode ist eher als unsicher einzustufen.
- Das Einspritzen einer Calciumhydroxidlösung bzw. einer
Calciumhydroxidaufschlämmung ist eine sichere Methode. Aber auch hierbei
muss auf den pH-Wert geachtet werden. Sobald der pH-Wert beginnt
anzusteigen, muss für einige Zeit gestoppt werden.
- Messen Sie die Karbonathärte des Aquariumwassers. Sollte sie unter 7°dH
liegen, darf das Produkt Glasrosen-Ex nicht eingesetzt werden. Erhöhen Sie
die Karbonathärte auf über 7°dH aber auch nicht über 10°dH.
- Liegt die Karbonathärte in einem Bereich von 7...10°dH, stellen Sie
sämtliche Strömungspumpen ab. Bewegen Sie sich im Wasser ruhig und ohne
Hast.
- Benutzen Sie immer eine Schutzbrille und Einweghandschuhe, wenn Sie mit
Calciumhydroxid und dessen wässrige Lösung (Kalkwasser) arbeiten!
- Überwachen Sie bei der ganzen Prozedur den pH-Wert und brechen sie sofort ab,
wenn der pH-Wert um mehr als 0,2 pH-Stufen ansteigt.
- Nehmen Sie einen Teelöffel des Calciumhydroxidpulvers und mischen ihn mit
wenig Wasser im leeren Gefäß an. Ziehen Sie mit der Spritze (ohne Kanüle) die
Aufschlämmung auf. Stecken Sie die Kanüle auf die Spritze (Achtung!
Verletzungsgefahr!)
- Versuchen Sie mit der Kanüle direkt in den Körper des zu bekämpfenden
Tieres zu stechen und spritzen ca. 1 ml hinein. Kleinere Tiere können Sie
ohne Kanüle von oben mit der Aufschlämmung bedecken. Dazu nähern Sie sich
mit der Spritze vorsichtig, um Wasserwirbel zu verhindern, und drücken den
Inhalt der Spritze gleichmäßig über die zu bekämpfenden Tiere. Entfernen
Sie sich dann wieder vorsichtig, damit kein Wasser aufgewirbelt wird.
- Benutzen Sie pro 100 Liter Aquariumwasser nicht mehr als eine Spritze pro Tag.
- Nach ca. 20 Minuten können Sie wieder die Strömungspumpen starten. Das
Wasser wird für kurze Zeit eingetrübt sein.

Achtung! Calciumhydroxid und dessen wässrige
Lösung ist stark alkalisch. Schützen Sie Augen (Schutzbrille) und Haut
(Einweghandschuhe). Es sollten nie zu große Flächen auf einmal behandelt
werden. Überwachen Sie den pH-Wert im Aquarium und beachten die
Benutzungshinweise auf der Verpackung.

