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| Kleinozongerät mit einer Leistung von 50...150 mg/h | Ozongerät mit einer Leistung von 1000 mg/h |
Ozon ist eine besondere Form des Sauerstoffs. Wenn es zerfällt entstehen Radikale, die organische Verbindungen aufspalten und anorganische oxidieren können.
Wird ein Abschäumer mit Ozonzugabe betrieben, steigt die Leistung des Abschäumers um ca. 30%. Ebenfalls wird ein gleichmäßigeres Abschäumen erreicht, d.h. bei Zugabe von schäumenden Mitteln oder Futter neigt der Abschäumer weniger zum "Überkochen". Eine sicherere Betriebsweise ist somit erreicht. Auch Schadstoff wie Ammoniak und Nitrit können weniger stark im Aquariumwasser entstehen bzw. werden durch Ozon oxidiert. Persistente Stoffe, die nicht durch Bakterien oder Abschäumung entfernt werden können, zeigen sich im Aquarium als eine leichte Gelbfärbung (Gelbstoffe). Ozon kann diese Stoffe chemisch zerlegen, so dass diese durch Abschäumer oder Biofilter bzw. Lebende Steine abgebaut werden können. Als Folge steigt das Redoxpotential deutlich an und das Aquarienwasser wird durch Ozonzugabe kristallklar. Im Wasser frei vorkommende Bakterien und bestimmte Parasitenstadien (z.B. Schwärmer der Pünktchenkrankheiten) werden durch Ozon reduziert, so dass auch empfindliche Fische wie z.B. Acanthurus leucosternon (Weiskehldoktor) leichter im Aquarium gehalten werden können. Ozon muss allerdings vorsichtig und mit Verstand eingesetzt werden. Bei Überdosierung können die Kiemen der Fische verätzt und Niedere Tiere beschädigt werden. Als Grundregel für ein Riffaquarium gilt: wird Ozongeruch am AquaCare-Abschäumer wahrgenommen, ist die Leistung bereits zu stark eingestellt. In Verbindung mit einem AquaCareFlotor ist die Faustformel 20 mg/h* pro 1000 Liter sind genug - bei anderen Abschäumern muss zum Teil erheblich höher dosiert werden. Ebenfalls sollte eine Änderung der Ozonzugabe nur langsam erfolgen (außer in Notfällen), damit sich das Aquariumsystem anpassen kann.
Achtung! Ozon ist gesundheitsschädlich und
darf nur nach Anleitung verwendet werden.
Um eine lange Laufzeit des Ozongenerators zu gewährleisten sollte er
unbedingt nur mit gefilterter Luft betrieben werden. Ebenfalls muss
gewährleistet sein, dass kein Wasser in das Gerät fließen kann.
Bei sehr feuchter Luft sollte ein Lufttrockner davor geschaltet werden. Der
Taupunkt darf auf keinen Fall unterschritten werden, da sich sonst Kondenswasser
im Ozongerät absetzt und die Leistung erheblich vermindert und auf Dauer zu
Schäden führen kann.
Grundsätzlich kann das Ozongerät im Druck- oder im Vakuumbetrieb benutzt werden (siehe Abbildung unten).
Zur Klärung von Teichen, bei denen ein nicht selbstansaugender Ozonreaktor verwendet wird, oder bei Abschäumer, die mit Holzausströmern betrieben werden, sollte die Luftführung bei einer kleinen Luftpumpe beginnen. Von dort aus kann die Luft mittels Lufttrockner getrocknet und mittels Fein- oder Kombifilter von Staubteilchen gereinigt werden. Die so vorbehandelte Luft tritt in den Ozongenerator und wird mit Ozon angereichert. Die ozonhaltige Luft erreicht nun den Ozonreaktor. Damit bei Ausfall der Systeme kein Wasser in den Ozonreaktor zurücklaufen kann, muss entweder ein ozonfestes Rückschlagventil oder eine Sicherheitsschlaufe eingebaut werden.
Beim Vakuumbetrieb wird keine Luftpumpe benötigt. Der Injektor oder ein Dispergator saugt sich die Luft selbsttätig ein. Sollte die eingesaugte Luftleistung aufgrund des erhöhten Luftwiderstandes zu niedrig sein, kann zusätzlich eine Luftpumpe installiert werden. Das Schema entspricht dann wieder dem Druckbetriebschema.

Schema zur Anordnung des Ozongenerators bei Druck- und bei Vakuumbetrieb
* andere Spannungen möglich