



AquaCareFlotor 6.000V, 50.000V, 170.000V und 480.000V (Änderungen möglich)
Flotation oder Schaumfraktionierung hat gegenüber biologischen Verfahren den Vorteil, dass Proteine und andere Stoffe ohne Sauerstoffzehrung dem Wasser entzogen werden. Zusätzlich werden – je nach Maßstab – Feststoffe wie Sand und Faserstoffe aus dem Wasser entfernt. Durch diese moderne und ökonomische Technologie werden nachgeschaltete Filtrationsstufen (mechanisch, biologisch) erheblich entlastet. Einsparungen bei Investition (Größe der Filter), laufenden Kosten (kostspielige Spülvorgänge werden minimiert) und Platzbedarf (geringe Baugröße des Flotationsgerätes) sprechen für die Integration dieser Technik. Mit Ozoneinsatz werden zusätzlich Parasitenschwärmer getötet. Bei Modell "C" wird das Redoxpotential durch sehr hohe Ozondosierungen bis in den sterilen Bereich erhöht. Bei ca. 700 mV werden Bakterien zur Lyse gebracht und die Fragmente abgeschäumt.

Das Prozesswasser wird mit einem Ausströmerstein oder Injektor mit Luft angereichert und an der tiefsten Stelle in das System geleitet. Bei den Injektormodellen befindet sich am tiefsten Punkt die Rotationskammer; bei den Ausströmermodellen ist ein statischer Mischer eingebaut. Da sich der höchste Druck in diesen Abschnitten befindet, wird der Gasaustausch verbessert. Das Wasser-Luft-Gemisch steigt im Reaktionsrohr auf. Dort bildet sich die eiweißhaltige Schaumsäule. Ein Teil der Luftblasen wird durch den Wasserstrom abwärts durch das äußere Rohr gedrückt. Am Entspannungskonus verlangsamt sich die Wasserströmung infolge des größeren Rohrquerschnitts. Die Luftblasen bleiben durch dieses Prinzip besonders lange im Wasser und lagern wesentlich mehr Protein an. Nach langer Kontaktzeit gelangen die Blasen wieder in den Schaumabschnitt. Der Schaum steigt nach oben und wird langsam entwässert. Im Auffangbecher gelangt der feste, mit Abfallstoffen beladene Schaum. So werden Abfallstoffe wirksam und sicher aus dem Prozesswasser entfernt.
AquaCare® baut in Lizenz Flotationssysteme von 0,2 bis 610 m3/h. Die kleinsten Geräte werden in zwei Versionen angeboten – Holzauströmer oder Injektor zur Blasenerzeugung – und finden in der Meerwasseraquaristik und Laboranlagen Verwendung. Großgeräte (ausschließlich mit Injektor / Venturidüse) sind im Einsatz an
Verfahren vom Forschungszentrum Jülich GmbH, Deutschland, entwickelt und wissenschaftlich dokumentiert;
Verfahren im In- und Ausland patentiert
extrem hohe Kontaktzeit zwischen Meerwasser und Luft bei geringer Baugröße, dadurch:
hohe Sauerstoffanreicherung
starke Bildung des Kohlendioxid/Hydrogencarbonat/Carbonat-Puffers
gleichmäßigerer pH-Wert
hoher Ozonübergang (reduziert die benötigte Ozonleistung um ca. 70% im Vergleich zu anderen Systemen)
wesentlich geringere Baugröße im Vergleich zu herkömmlichen Abschäumern
niedrige Betriebskosten (Energie, Ozon, Wartung, Platzbedarf)
Ansprechkonzentration bei 3 µg/l Protein (BSA, Ozonbetrieb)
erniedrigt die freie Bakterienzahl des Aquarienwassers auf ca. 20%
Der AquaCareFlotor ist eine konsequente Weiterentwicklung des Jülicher AquaFlotor®s
Reduzierung des äußeren Rohres ermöglicht weitere Platzersparnis
die Wartung wird vereinfacht
Erweiterung des Leistungsspektrums
AquaCareFlotoren bis 420 m3/h Durchsatz
Großzügig dimensionierter Injektor (Venturidüse) produziert kleinere Gasblasen bei einem Arbeitsdruck von ³ 1 bar
große Turbulenzzone
steigert Effektivität und Leistung
keine Verkalkung (bis 10°dKH bei 25°C)
hohe Ansaugleistung
Einsatz von magnetisch gekoppelten Pumpen
Leckagen sind so gut wie ausgeschlossen (keine Gleitdichtung!)
geringer Wärmeübergang zum Medium (besonders wichtig bei kaltem Prozesswasser)
Serienmäßige Ausstattung:
Luftdurchflussmesser
Schaumtopfspüldüsen
Ozonanschluss
Schrägsitzregelventil bzw. Absperrklappe mit Handgetriebe für Luftleistung und Wasserzulauf
Zusatzanschlüsse für langsam durchströmte Filter (z.B. Denitrifikation, Kalkreaktoren)
Anschluss für Redox-Messkette
Wiederverwertung des Restozons aus der Abluft (nicht ACF6.000V)
Optionen:
Aktivkohlefilter zur Reinigung der angesaugten Luft
Aktivkohlfilter zur Restozonvernichtung
Entgasungsstufe für den blasenfreien Ablauf des Flotors
Durchflussmesser für Wasser (mechanisch oder elektronisch)
Recyclierung (Model „C“) bei extrem belastetem Wasser oder zur Bakterienentfernung
Isolierung (Model „I“) bei sehr kaltem oder warmen Medium
Redoxkontrolle zur automatischen Ozondosierung
Niveaukontrolle im Hauptrohr mittels SPS