Kulturgefäße und die erforderliche Technik
erforderliche Geräte
- Glasaquarium mit Abdeckscheibe, ca. 10-100 Liter (je schneller die zu
kultivierende Alge sedimentiert, desto kleiner sollte das Aquarium sein
- Luftversorgung (Membranpumpe, Kleinkompressor);
werden mehrere Aquarien versorgt sollte jedes Aquarium mit einem
Rückschlagventil gesichert werden.
- Sterilfilter mit max. 0,3 µm Porengröße (nur die hydrophoben Typen
verwenden); alternativ ein verschließbares Gefäß (z.B. kleine
Plastikflasche) dicht mit Filterwatte stopfen und einen Zuluft- und einen
Abluftanschluss anbringen
- Beleuchtung, vorzugsweise Leuchtstofflampen z.B. T5 mit
Tageslichtspektrum;
- allgemeine Hilfsmittel siehe Übersicht zur
Aufzucht von Phytoplankton
Funktionsweise
Die Mikroalgen im Aquarium werden beleuchtet, um ihre Photosynthese zu
gewährleisten. Nur dann können Algen wachsen und sich vermehren. Die
eingeperlte Luft hat zwei Aufgaben: erstens erzeugen die aufsteigenden Blasen
eine Strömung, die die Algen in der Schwebe halten und zweites wird das CO2
der Luft in die Algenkultur gebracht, damit die Algen mit Kohlenstoff versorgt
werden. Das Aquarium sollte aus der Reichweite von Zooplankton und normalen
Aquarien sein. Denn es ist leicht möglich, dass Kontaminanten (nicht
erwünschte Fremdorganismen) die Algenkultur verunreinigen und unbrauchbar
machen.
erforderliche Geräte
- mindestens zwei Algenröhren mit jeweils mindestens 4-5 Litern Inhalt
- Luftversorgung (Membranpumpe, Kleinkompressor);
werden mehrere Röhren versorgt sollte jede mit einem Rückschlagventil
gesichert werden.
- Sterilfilter mit max. 0,3 µm Porengröße (nur die hydrophoben Typen
verwenden); alternativ ein verschließbares Gefäß (z.B. kleine
Plastikflasche) dicht mit Filterwatte stopfen und einen Zuluft- und einen
Abluftanschluss anbringen
- Beleuchtung, vorzugsweise Leuchtstofflampen z.B. T5 mit
Tageslichtspektrum;
- allgemeine Hilfsmittel siehe Übersicht zur
Aufzucht von Phytoplankton
Funktionsweise

Das Prinzip ist genau das Gleiche wie bei den Algenaquarien.
Jedoch können aufgrund der geringen Wassertiefe (Durchmesser der
Algenröhre) die Algen wesentlich effektiver beleuchtet und damit höhere
Ausbeuten erzielt werden. Ein vollständige Durchmischung ist schon mit 1-2
Blasen pro Sekunde gewährleistet. So können auch empfindliche Algen angezogen
werden. Das geschlossene System ist sehr unempfindlich gegenüber
Kontaminationen. Die Sicherheit kann noch weiter erhöht werden, indem der
Abluftschlauch in eine Flasche mit zwei oben liegenden Anschlüssen geführt
wird. Der zweite Anschluss kann mit einem zweiten Sterilfilter gesichert werden.
Wegen der hohen möglichen Beleuchtungsstärke muss auf die Temperatur
geachtet werden. Stellen Sie die Algenröhre in einen kühlen Raum, belüften
mit kühler Luft oder stellen die Algenröhre in ein mit Kühlwasser gefülltes
schmales Aquarium. Das Aquariumwasser sollte mit Desinfektionsmittel
versetzt sein, um Algenwachstum an den Glasscheiben zu verhindern.
Beleuchtung
- Am besten Leuchtstoffröhren mit Tageslichtspektrum, aber auch sogenannte
Energiesparröhren können verwendet werden. Von HQI oder HQL-Lampen kann
wegen des hohen Wärmeeintrags nur abgeraten werden. In der Zukunft wird es
auch möglich sein, LED-Leuchten zu verwenden.
- Die Anzahl der Beleuchtungseinheiten sollte von der im Aquarium
entstehenden Temperatur abhängig gemacht werden: je kühler die
Raumtemperatur desto mehr Beleuchtung kann installiert werden. Auch das
Temperaturoptimum der zu kultivierenden Alge sollte bedacht werden. Einige
Algenarten können nur bei kühlen Temperaturen kultiviert werden.
- Wenn über die Beleuchtungsdauer keine Klarheit besteht, sollte das
Intervall 12 Stunden hell 12 Stunden dunkel gewählt werden. Viele robuste
Algen können auch mit 10 Stunden hell und 2 Stunden dunkel kultiviert
werden. Die Ausbeute ist durch die längere Wachstumsphase dementsprechend
höher.
Luftversorgung
- Es sollte nur mit groben Luftblasen gearbeitet werden. Denn feine
Ausströmersteine produzieren sehr viele Aerosole, die die Algen in der Luft
in andere Systeme verschleppen.
- Je empfindlicher die Alge ist, desto niedriger muss die Luftversorgung
eingestellt werden. Bei robusten Algen gilt: je mehr desto besser. Je mehr
Luft eingetragen wird, desto besser wird die Kultur mit CO2
versorgt. Sollten die Algen im Aquarium sedimentieren, muss mehr Luft oder
ein kleineres Aquarium verwendet werden. Sehr empfindliche Algen sind besser
in Algenröhren zu kultivieren.
Temperatur
- Nur in den seltensten Fällen muss eine Heizung installiert werden. Meist
entstehen zu hohe Temperaturen. Um diese zu verhindern kann man einen
kühlen Raum wählen, die Anzahl der Beleuchtungseinheiten reduzieren, mit
gekühlter Zuluft arbeiten oder eine Kühlschlange im Aquarium installieren.
Mit Ventilatoren sollte nicht gekühlt werden, da einerseits die Kontaminationsgefahr
bei offenen Algenkulturen zu groß ist und andererseits geschlossene Systeme
nicht mit Ventilatoren gekühlt werden können.
pH-Wert
- Der pH-Wert wird normalerweise nicht geregelt. Durch die Photosynthese
wird ständig CO2 verbraucht und erhöht somit den pH-Wert bis
unter Umständen über 9,5.
- Die Karbonathärte des Mediums (Meerwasser) sollte mindestens bei 7°dH
liegen. Höhere Wert sind vorteilhaft, weil sie die Tag-Nacht-Schwankungen
vermindern und die Ausbeute der Algen erhöhen. Um die Karbonathärte zu
erhöhen verwenden Sie zum Beispiel KH-plus
oder Superpuffer.
Salzgehalt
- Der Salzgehalt sollte der zu kultivierenden Alge angepasst werden. Kann
eine Alge bei sehr hohen Salzgehalten wachsen, sollte diese verwirklicht
werden. Je höher der Salzgehalt, desto weniger kontaminierende Arten
können die Algenkultur unbrauchbar machen.
Konzentration der Nährstoffe
- Je empfindlicher die Alge, desto geringer die Nährstoffkonzentration.
Dosieren Sie das Medium
dementsprechend.
- Je höher der Füllstand des Aquariums, desto niedriger sollte die
Nährstoffkonzentration gewählt werden. Wird die Algensuspension zu grün,
sind nur noch geringe Wachstumsrate zu erzielen, weil die hohe
Algenkonzentration die Belichtung der unteren Algen nicht gewährleistet.
Nur mit mehr Licht ist dieser Effekt umzukehren.
- Werden grüne Algenkulturen mit der Zeit gelb oder orangefarben, liegt ein
Nährstoffmangel vor. Die Algen sollten vor der Verfärbung benutzt oder mit
frischem Medium weiter kultiviert werden.
- Sollen die Algen verwendet werden, muss kurz überprüft werden, ob die
Nährstoffe Nitrat und Phosphat (ggf. Kieselsäure) nicht in zu hohen
Konzentrationen vorliegen, um eine Überdüngung des Aquariums /
Zuchtaquariums zu vermeiden. Ansonsten die Algen filtern oder noch ein wenig
wachsen lassen.
Die AquaCare Algenmedien sind so ausgelegt, dass wenn Nitrat kaum noch
nachweisbar ist (z.B. mit Nitratteststäbchen bei oder unter 10 mg/l), ist
im Normalfall die Phosphatkonzentration kein Problem und die Kultur kann ohne
Bedenken in das Aquarium gegeben werden. So ist gewährleistet, dass das
Aquarium / Zuchtaquarium nicht unnötig belastet wird.
