Bestimmung der Phosphatmenge im Abtauwasser von diversen Frostfuttersorten

Versuche und Text: Anja Schwirtz

Inhalt:

1. Messen der Phosphatkonzentration

2. Bestimmung des Phosphatgehalts im Futter

3. Phosphatkonzentration im Abtauwasser von Frostfutter

4. Prozentualer Anstieg nach Lagerung

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1. Messen der Phosphatkonzentration

Der Phosphatgehalt wird mit Hilfe des Photometers HI 93713 (Hanna Instruments) gemessen. Dazu gibt man in das Messgläschen des Photometers 10 ml der Probe. Nachdem man das Glas verschlossen und von außen gesäubert hat, wird es in das Photometer gestellt. Danach schaltet man das Photometer auf null. Dann wird das Glas wieder rausgenommen, die Chemikalien zu der Probe gegeben, der Timer an dem Photometer eingeschaltet und das Gläschen eine Minute lang geschüttelt. Danach säubert man das Glas wieder von außen und stellt es zurück in das Photometer. Nachdem der Timer abgelaufen ist wird der Phosphatgehalt auf dem Display in mg/l angezeigt.

siehe auch Material und Methoden

2. Bestimmung des Phosphatgehalts im Frostfutter

Der Phosphatgehalt wurde in den Frostfutterarten Artemia, Bosmiden, Cyclops, Miesmuschelfleisch(gehackt), Mysis, rotes Plankton, Rogen und Shrimps (fein) gemessen. Man wiegt einen gefrorenen Futterwürfel ab. Diesen lässt man dann in einem Wasserbad (ad 100 ml Umkehrosmosewasser) bei 25°C auftauen, rührt um und misst nach 20 Minuten das erste Mal den Phosphatgehalt im Auftauwasser. Diese Messung wird dreimal durchgeführt um einen möglichst genauen Mittelwert zu erhalten. Danach lässt man es zwei Stunden stehen damit eventuell weiteres Phosphat aus dem Futter gelöst werden kann und misst wieder dreimal den Phosphatgehalt. Dann wird in ein Sieb oder einen Trichter Filterpapier gelegt, alles mit Wasser getränkt und gewogen. Daraufhin lässt man das Futter durch das Filterpapier eine definierte Zeit lang (z.B. 50 Min.) abtropfen. Das Sieb oder der Trichter werden wieder gewogen und die Differenz zwischen den beiden Werten ermittelt. Diese Differenz ist das Abtropfgewicht des Futters.

3. Phosphatkonzentration im Abtauwasser von Frostfutter

Futtersorte Gefrier-
gewicht in g
Abtropf-
gewicht in g
PO4-Konzentration in mg/l nach 20 min Mittelwert in mg/l nach 20 min PO4-Konzentration in mg/l nach 2 h Mittelwert in mg/l nach 2 h PO4-Konzentration pro Frostgewicht in mg/l*g PO4-Konzentration pro Abtropfgewicht in mg/l*g
3,578 2,089 1,00
2,32
1,87
1,73 1,89
1,89
2,43
2,07 0,48 (20 min)
0,58 (2 h)
0,83 (20 min)
0,99 (2 h)
3,590 0,683 6,4
4,7
6,9
6,0 15,5
14,9
16,2
15,53 1,67 (20 min)
4,33 (2 h)
8,78 (20 min)
22,74 (2 h)
2,782 1,276 0,92
0,51
0,79
0,74 1,43
1,60
1,38
1,47 0,27 (20 min)
0,53 (2 h)
0,58 (20 min)
1,15 (2 h)
3,616 1,139 1,68
1,59
1,26
1,51 1,31
1,83
2,07
1,74 0,42 (20 min)
0,48 (2 h)
1,33 (20 min)
1,52 (2 h)
2,569 0,298 2,04
2,01
2,08
2,04 1,78
2,34
2,24
2,12 0,80 (20 min)
0,83 (2 h)
6,86 (20 min)
7,11 (2 h)
3,153 1,798 4,8
4,9
4,8
4,83 5,5
6,6
4,5
5,53 1,53 (20 min)
1,75 (2 h)
2,69 (20 min)
3,08 (2 h)
3,687 1,597 1,25
1,08
1,12
1,15 1,70
1,50
1,21
1,47 0,31 (20 min)
0,40 (2 h)
0,72 (20 min)
 0,92 (2 h)
2,793 1,782 1,53
1,49
1,67
1,56 2,19
2,37
1,72
2,09 0,56 (20 min)
0,75 (2 h)
0,88 (20 min)
1,17 (2 h)

* Wasserprobe wurde 1 auf 10 verdünnt, um im Messbereich des Photometers zu bleiben

Der Versuch zeigt, dass im Miesmuschelfleisch besonders viel Phosphat (6, bzw. nach 2 Stunden 15,5 mg/l) enthalten ist. Auch in den Futtersorten rotes Plankton und Shrimps ist mit 2,04 bzw. 2.12 mg/l und 4,83 bzw. 5,53 mg/l viel Phosphat enthalten. Bei allen anderen Sorten ist der Phosphatgehalt etwa gleich und liegt bei der ersten Messung zwischen 0,74 (Rogen) und 1,56 mg/l (Artemia), bei der zweite Messung zwischen 1,47 (Mysis und Rogen) und 2,09 mg/l (Artemia).


Phosphatkonzentration in verschiedenen Futtersorten bezogen auf das Frostgewicht (bei 25°C)


Phosphatkonzentration in verschiedenen Futtersorten bezogen auf das Abtropfgewicht

4. Prozentualer Anstieg nach Lagerung (Ramsch, B.)

Wenn die Phosphatkonzentrationen der 2-Stunden-Messung mit der Messung nach 20 min verglichen werden, fällt auf, dass der Anstieg extrem unterschiedlich ausfällt. Bei rotem Plankton stieg die Konzentration um lediglich 4% an, bei gehackten Miesmuscheln um 159%.

Futtersorte Prozentualer Anstieg zwischen den Messungen 20 min und 2 h
20%
159%
99%
15%
4%
14%
28%
34%