Ein Milieu oder Stoffwechselprozess wird als aerob
bezeichnet, wenn Sauerstoff in molekularer Form (02) im Wasser
gelöst ist und verwendet wird. Sind nur sehr geringe Konzentrationen (unter ca.
1 mg/l) vorhanden spricht man von mikro-aerob.
Ist kein molekularer Sauerstoff vorhanden (er kann deswegen auch nicht bei einer
Stoffwechselreaktion verbraucht werden) spricht man von anaerob
- es sind jedoch gebundener Sauerstoff bzw. andere Elektronenakzeptoren
vorhanden: Nitrat, Nitrit, Eisen3+, Mangan4+, Sulfat,
Schwefel, Fumarat, CO2. Sind auch diese Elektronenakzeptoren nicht
vorhanden ist das Milieu anoxisch; es
können nur noch Gärprozesse ablaufen, bei dem interne Elektronenakzeptoren
verwendet werden. Als oxisches Milieu werden
Bedingungen genannt, bei denen freier oder gebundener Sauerstoff (bzw. oben
genannte Akzeptoren) vorhanden sind.
Lebewesen, die in unterschiedlichen Sauerstoffmilieus gedeihen werden
folgendermaßen genannt: Aerobier (gelöster
Sauerstoff ist notwendig), Anaerobier
(gelöster Sauerstoff ist nicht notwendig). Strikte
Anaerobier sterben bei der Anwesenheit von Sauerstoff, hingegen die fakultativen
Anaerobier können sowohl gelösten als auch gebundenen Sauerstoff
verwenden.